Gericht verhandelt zum ersten Mal gegen die verfehlte Klimapolitik der deutschen Bundesregierung

11.8.2019 Drei Landwirtsfamilien und Greenpeace reichten gemeinsam Klage ein

Berlin – Die Klimaklage dreier Bauernfamilien und der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen die Bundesregierung von Angela Merkel wird am 31. Oktober vor dem Berliner Verwaltungsgericht verhandelt. Es ist das erste Mal, dass ein Gericht in Deutschland über den mangelnden Klimaschutz der Regierung verhandelt. Die Kläger sehen durch die fortschreitende Erderhitzung und die unzureichenden Reaktionen der von Merkel geführten Bundesregierungen ihre Grundrechte verletzt. Sie drängen darauf, den deutschen CO2-Ausstoß bis 2020 mit entschlossenen Maßnahmen noch wie wiederholt zugesagt um 40 Prozent zu senken. Die Klägerfamilien leben in Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Lisa Göldner, Greenpeace Klimaexpertin meint: „Zum ersten Mal steht die verfehlte Klimapolitik von Angela Merkel vor Gericht. Endlich muss sich die Bundesregierung für ihr ständiges Vertagen von wirksamen Klimaschutzmaßnahmen verantworten. Die sogenannte Klimapolitik der Kanzlerin ist rücksichtslos, denn sie bedroht die Lebensgrundlage von Menschen in Deutschland und weltweit. Die Bundesregierung muss endlich Antworten auf die Klimakrise finden.“

Silke Backsen, Klimaklägerin von der Nordsee-Insel Pellworm, ist überzeugt, den richtigen Weg zu gehen: „Ich freue mich, dass sich die Bundesregierung bald vor Gericht für ihre katastrophale Klimapolitik verantworten muss. Als Inselbewohner erleben wir die Folgen der Klimakrise hautnah. Meldungen über das deutlich schnellere Abschmelzen der Pole zeigen uns, wie bedroht unser bisheriges Leben auf Pellworm ist. Meine vier Kinder sagten zum Verhandlungstermin heute früh: Das wurde auch mal Zeit!“

Dr. Roda Verheyen, Rechtsanwältin, sagt: „Der Termin der mündlichen Verhandlung ist für uns alle ein wichtiger Schritt. Auch das Gericht nimmt offenbar wahr, dass die Zeit drängt. Zum allerersten Mal in Deutschland wird eine Klage gegen die Bundesregierung auf mehr Klimaschutz verhandelt. Wir gehen zuversichtlich in diese nächste Etappe und werden uns intensiv auf die Verhandlung vorbereiten.“

Artikel Online geschalten von: / holler /

An die Politik gewandt

Sehr geehrte Politiker*Innen, es geht auf keinem Fall mehr so weiter, wenn es so weitergeht!

Zitat Erich Kästner

Für die 28.000 Wissenschaftler von scientists4future, für die streikenden Schüler*Innen von fridaysforfuture, für viele NGOs und für die stark steigende Anzahl von Menschen aus der der Zivilgesellschaft ist es nicht mehr nachvollziehbar, warum Politiker*Innen auch noch im Jahr 2019 die Interessen der fossilen Energie- und von multinationalen Konzernen vertreten.

Oder doch nachvollziehbar? Weil die Medien „umschwenken“ und über die Hintergründe in der Politik berichten?

Es steht bereits in Tageszeitungen, dass die westlich geprägte Politik im Hintergrund doch etwas „anders“ funktioniert. Dass wir dem Gefühl nach eine sogenannte Schein-Demokratie haben. Dass vermutlich nicht die Wähler über ihre eigene Zukunft bestimmen, sondern dass diese von Lobbyisten bestimmt wird, (25.000 Lobbyisten in Brüssel) welche „ihre“ Politiker*Innen darüber beraten. Was könnte der Grund sein, warum die Politiker*Innen „so“ handeln? Es gibt Beispiele, dass erfolgreiche Politiker*Innen nach Beendigung ihrer politischen Laufbahn hoch-dotierte Anstellungen in unterschiedlichsten Konzernen gefunden haben. In den Bereichen Energie, Landwirtschaft, Glücksspiel, Automobil etc. Dies ist seit Jahrzehnten ein legitimer Vorgang. Legitim bis zum Jahr 2019!

Jetzt bekommt diese Art der Politik ein großes Problem! Jahrelang wurde der Bevölkerung über gesetzliche Regelungen ein verschwenderisches Lebenssystem aufbereitet, welches über maßlosem Konsum die Umwelt nachhaltig zerstört hat. Positive Gegenbewegungen wurden unterdrückt, die Bevölkerung in Abhängigkeit gebracht und mit „Brot und Spielen“ bei guter Laune gehalten. Alles nur für „Wohlstand und Wachstum“. Ja, vielen geht es heute gut, aber zu welchem irrwitzig hohem Preis!

Jetzt wird von unserer Natur zusammengezählt und die Vergehen in die Katastrophen-Kassa eingetippt! Die Rechnungen werden bereits ganz langsam gedruckt, auf Thermo-Papier. Einige Mitmenschen, Schuldige und Unschuldige, haben die ersten Rechnung erhalten: Tornados, Dürre, sintflutartige Regenfälle, entwurzelte Bäume: Mehrere Menschen haben den Schock nicht überlebt…

Viele von Katastrophen (noch) nicht direkt betroffenen Menschen wollen es immer noch nicht wahrhaben. „Es“ rückt aber spürbar näher, und, die Natur ist in ihrer Vorgangsweise „Handschlag-ehrlich demokratisch“. So demokratisch, dass sie auch die Verursacher treffen wird! Die dem Volk namentlich bekannten Politiker*Innen.

Dank eben dieser Politik hat die Atmosphäre unseres Planeten Erde im Jahr 2019 statt der vorindustriellen 280 ppm CO2, bereits den Jahrmillionen-Höchstwert von 415 ppm CO2. Tendenz exponentiell steigend. Die Natur wehrte sich in unseren gemäßigten Breiten bis vor wenigen Jahren in kaum sichtbarer Weise. Nun, nach Jahrzehnten der Ausbeutung, wird sie auch bei uns gnadenlos zurückschlagen!

Die heute auch für Politiker*Innen spürbare Auswirkung (exponentielle Temperaturerhöhung) folgt der Ursache (exponentielle CO2 Emissionen) mit einigen Jahren Verspätung nach.

Der letzte Aufruf von Wissenschaftlern: Wir haben nur mehr eine kurze Zeit, bitte kehrt um, handelt jetzt! Ohne sofortige Gegenmaßnahmen werden unsere Kinder und Enkel der folgenden Generationen keine Zukunft haben. Aus für fossile Brennstoffe, es ist zu spät für Schönfärbereien. Die politisch Verantwortlichen wissen das ganz genau. Sie wussten es die ganze Zeit, dass sie dieses Thema einmal einholen wird. Sie alle kennen seit 1972 die Berechnungen des Club of Rome,  „Grenzen des Wachstums“. Spätestens zum Zeitpunkt, wo die Zivilgesellschaft durch Klimawandel-bedingte Extremwetterereignisse erwacht und sich zu wehren beginnt.

Dieser Zeitpunkt ist 2019 da! Eingeleitet von Grata Thunbergs fridaysforfuture.

Klimaerhitzung Geschichte:

Nach dem Eintreffen der ersten, in den Hochrechnungen des Club of Rome angekündigten Krisen, initiierte die UN 1997 das Kyoto Klimaschutz-Protokoll. Die Politik reagierte aus bekannten Gründen nur zögerlich, die UN-Vorgaben bringen keine Wende, die CO2 Konzentration in der Atmosphäre steigt weiter an.

Das politische Establishment und die wirtschaftlich Verantwortlichen wissen, dass sich unser Planet Erde bereits seit 30 Jahren in einem beispiellosen Notfall befindet. Sie wissen, dass seit 1990 75% der Biomasse unserer Insekten „verschwunden“ ist.

Nun weiß es auch die Zivilgesellschaft: Auf unserer Erde grassiert die größte Arten-Vernichtung seit dem Aussterben der Saurier! Dazu apokalyptische Wetterereignisse, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. 7 Wirbelstürme gleichzeitig, der Meeresspiegel und die Temperaturen steigen exponentiell an. Jetzt wissen es täglich mehr Menschen, dass dies die Auswirkungen unserer auf fossiler Energie basierenden Lebensweise sind.

Das politische Establishment hat bisher viel zu wenig dagegen unternommen. Es ignorierte und unterdrückte die Berichte über die „Keeling Kurve„. Viele Medien spielten jahrzehntelang mit.

Heute anerkennen hartnäckigste Klimawandel-Leugner die wissenschaftlichen Beweise über den menschengemachten CO2 Anstieg. Daten aus 800.000 Jahre alten Antarktis-Eisbohrkernen liefern seit Jahren einen Zusammenhang mit dem globalen Temperaturanstieg.

UN / IPCC warnen seit den 1980er Jahren eindringlichst vor einem Welt-Klima-Kollaps! Deshalb wurde Kyoto und das völkerrechtlich verbindliche Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart. Trotz Mindest-Kompromiss-Aufrag weiterhin weltweit immer noch kaum messbare Klimaschutz-Fortschritte.

Jetzt ist, ausgelöst durch Greta Thunberg weltweit eine kritische Masse in der Bevölkerung sensibilisiert, sich mit den dramatischen Vorgängen auf der Erde auseinanderzusetzen. Die Menschen, allen voran die Jungen, beginnt zu handeln.

Was passiert 2019?

Greta Thunberg nannte die Zukunftsvergessenheit der Erwachsenen (Zitat wikipedia) als Begründung für ihren Schulstreik, bei dem sie die Schulpflicht vernachlässigt: „Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr Erwachsenen von uns verlangt. Aber wir ahmen euch nach. Und weil ihr Erwachsenen euch nicht für meine Zukunft interessiert, werde ich eure Regeln nicht beachten.“

Dieser Satz ist die moralische Begründung, warum sich streikende Schüler nicht um „Schulregeln“ kümmern brauchen. Mehr als 28.000 Wissenschaftler stehen auf ihrer Seite!

Warum unterstützen die Wissenschaftler die streikenden Schüler*Innen? Glauben sie „plötzlich“, was sie wissen?

Der Klimawandel zur Heißzeit ist unwiderruflich eingeleitet, er kann nur mehr verzögert werden!
Jeder einzelne von uns bestimmt wie es weitergehen wird! Die Politik hat dabei die größte Verantwortung. Der Mensch handelt nach Schwarmintelligenz, er braucht soziale Führer.

Aufruf: Politiker*Innen, handeln wir gemeinsam, setzen wir auf die Zukunft, auf erneuerbare Energien!

Handeln wir „jetzt“, später ist es zu spät!

Liste Klimanotstand

„Klimanotstand“ ist der polarisierende Begriff, welcher die Bevölkerung aufmerksam macht, dass die Klimaerhitzung eine noch nie dagewesene Bedrohung für die Menschheit darstellt.

Gesamte Liste auf Wikipedia

Konstanz 1. Stadt D

02. 05. 2019: Ausrufung des Klimanotstands in Konstanz – Ratsbeschluss und Resolution vom 2. Mai 2019

Basel, 1. Stadt CH

20. 02. 2019: Das Basler Parlament verabschiedet Resolution zum Klimawandel

Schlosshotel Thannegg 1. Betrieb von D, CH, A

02. 03. 2019: ÖKO-Hotel Schloss Thannegg: Um den staatlichen Klimaschutz-Plan zu erfüllen, reduziert der bereits seit Jahren nahezu CO₂ frei arbeitende Betrieb (als erstes Hotel weltweit) das Kontingent für klimaschädliche Überseegäste-Anreisen in Etappen auf „Null“. Der Verlust der geliebten Übersee-Gäste ist eine emotional dramatische Entscheidung. Der ausgerufene Klimanotstand dient dem Hotelier als Entschuldigung für sein Verhalten. Er schützt damit auch die Kinder der Gäste, wir haben nur eine Atmosphäre. Zeitungsbericht über die Sperre für Überseegäste im Schlosshotel Thannegg

HBLA St. Florian 1. Schule A

12. 06. 2019: HBLA St. Florian, 1. Schule: Zeitungsbericht auf meinbezirk.at

Gemeinde Michaelerberg-Pruggern 1. Gemeinde A

13. 06. 2019: Gemeinde Michaelerberg-Pruggern, 1. Gemeinde Österreichs

Sonnenhof Hutsteiner, Steyr, 1. Landwirt A

21. 06. 2019: Sonnenhof Hutsteiner, Steyr, als erster Bauernhof Österreichs: Bericht auf tips.at

Innsbruck 1. Großstadt A

Klimakrise per Beschluss: Innsbruck ruft Notstand aus: Als erste Großstadt Österreichs wird Innsbruck den Klimawandel und seine dramatischen Folgen per Beschluss anerkennen.

Traiskirchen 1. Stadt A

Erste Stadt Österreichs ruft Klimanotstand aus!

Als erste Stadt Österreichs hat Traiskirchen in Niederösterreich per Gemeinderatsresolution den Klimanotstand ausgerufen. Der einstimmige Beschluss fiel am Montag und wurde am Dienstag bekannt gemacht. Die „Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen“ werde ab nun als „Aufgabe von höchster Priorität“ angesehen.

Perchtoldsdorf 2. Gemeinde A

18. 06. 2019 Gemeinde Perchtoldsdorf

Höchster Handlungsbedarf, Alarmstufe rot!

Stimmen die in Paris ausverhandelten UN-Klimaschutz-Ziele? Nach Studie der Diagramme nicht. Machen Sie sich selbst ein Bild:

Nach dem IPCC Bericht, welcher als Grundlage für die Pariser Klimaschutz-Ziele dient, dürfen wir Menschen noch bis zu 1050 Milliarden Tonnen CO2 (ca. 1,05 Gigatonnen) emittieren. (IPCC: 2 Grad Ziel).

Keeling-Kurve: Die Atmosphäre hat aber 2019 bereits einen Anteil von 415 ppm CO2, weiterhin mit einer exponentiellen Steigerung! Die CO2-Werte nähern sich bereits dem Doppelten der durchschnittlichen CO2 Konzentration der vorindustriellen Zeit von 280 ppm!
Trotzdem soll lt. IPCC die fossile Industrie, Verkehr, Energie…
noch jahrelang so weitermachen können?

Fakten-Katastrophen: Bereits jetzt haben wir auf der ganzen Welt extremwetterbedingte Katastrophen apokalyptischen Ausmasses. In Indien begehen bereits hunderttausende Bauern „Dürre-Suizid“. Jedes Gramm CO2 mehr in der Atmosphäre tötet Tiere, Pflanzen und Menschen!
Trotzdem soll lt. IPCC die fossile Industrie, Verkehr, Energie…
noch jahrelang so weitermachen können?

Fakten-kein Spielraum: Für viele unabhängige Experten können die fossile Industrie, Verkehr, Energie nicht mehr jahrelang so weitermachen! Es ist absolut keine Zeit mehr vorhanden, für „weiter so wie bisher“ Es ist auch keine Zeit mehr, Kräfte für Schuldzuweisungen zu verschwenden. Die Verantwortlichen für unsere globale Krise, vor allem die namentlich bekannten politischen Entscheidungsträger*innen der letzten 30 Jahre, werden in den betroffenen streikenden Schüler*innen ihre gerechten Richter finden.

Handeln wir sofort, Klimanotstand: Jetzt hilft nur mehr ein mit vereinten Kräften getätigtes Gegensteuern! Nur ein gemeinsamer beispielloser Einsatz kann die Lebensgrundlagen für unsere nächsten Generationen retten. Wir benötigen dafür nationale Kraftakte, dazu eine globale Klimaschutz-Mobilmachung. Grundlage dazu ist die von der Zivilgesellschaft unter fridaysforfuture erzwungene Ausführung der UN-Klimaschutz-Aufträge. Einhergehend, als Werkzeug dazu, die Ausrufung des Klimanotstandes. Es geht nicht mehr um den Erhalt des Wohlstandes, es geht für Millionen bereits um das „nackte Überleben“. Eine tote Erde benötigt keine Arbeitsplätze!

Zukunftsforscher: Gelingt es den Regierungen nicht, mit Unterstützung der „friedlichen  Revolution von unten“ die UN-Klimaschutz-Aufträge zu erfüllen, ist ein Konflikt zwischen den „digital natives“ der jungen fridaysforfuture Generation, und den vermögenden „Babyboomern“ unausweichlich.

In ihrem Überlebenskampf werden die Jungen versuchen, Klima-schädliche „trading und travelling-Infrastrukturen“, still zu legen. Das alles im UN-Auftrag!

Deshalb die Forderung an Politik, Gewerbe und Industrie zu einer schnellen Hinwendung zu alternativen Lebensweisen und alternativen Energien!

Handeln wir jetzt, später ist zu spät!

Das CO2 und damit darauf folgend die globale Klima-Erhitzung steigen immer schneller an!

Infos von Ernst Walter Schrempf, unabhängiger kommunaler Klimaschutzbeauftragter, Referent an der Europäischen Akademie, im Auftrag des BUND (D, A) Mitarbeit im Auftrag des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Das CO2 in der Atmosphäte wird seit 1958 gemessen und mit der „Keeling-Kurve“ aufgezeichnet:

Keeling Kurve (2).jpg

Diagramm: Die Messergebnisse der Keeling-Kurve dokumentieren einen exponentiell (immer schneller) ansteigenden CO2- Anstieg in unserer Atmosphäre (blaue Linie). Diesem CO2 Anstieg folgt ein ebenso zunehmend schnellerer globaler Temperatur-Anstieg.
Mit 415 ppm hat unsere Atmosphäre im Jahr 2019 einen Stand wie vor 15 Millionen Jahren! (ppm = Anteile CO2 in 1 Million „Luftteilchen“)

Das von den Industrienationen in die Atmosphäre emittierte, zusätzliche CO2, wird über die globalen Luftströmungen weltweit  gleich verteilt. Die roten Wellen im Diagramm entstehen durch die Aufnahme von CO2 in den nordischen Wäldern, Kanada, Skandinavien und Russland in den Wachstumsphasen zwischen April und Oktober. Da sinkt das CO2 in der Atmosphäre, um dann jährlich, durch das über die Verbrennung fossiler Brennstoffe emittierte CO2 angereichert, erneut höher anzusteigen. Die Hälfte des zusätzlichen CO2 wird durch die Meere aufgenommen, Das Meer wird dadurch immer mehr sauer, die Korallen sterben ab.

Diagramm: CO2 Konzentration in der Atmosphäre der letzten 800.000 Jahre. Roter Ausschnitt 1960 bis 2020 = CO2-Keeling Kurve. Darunter blau die der CO2 Konzentration folgende Temperatur-Erhöhung in den „Warmzeiten“ bzw. Temperatur-Senkung in den „Kaltzeiten“.
In den Warmzeiten hatte die Erde maximal 300 ppm CO2 in der Atmosphäre.

Dieses 800.000 Jahre Dagramm der CO2-Kurve spricht für sich: bei den früher maximal erreichten 300 ppm CO2, in den Warmzeiten, es gab sie ca. alle 120.000 Jahre, war Grönland grün, der Meeresspiegel um viele Meter höher.

Wie hoch wird die Temperatur bei den 2019 aktuellen, bereits 415 ppm CO2 ansteigen? Lt. Hochrechnung obiger Diagramme jedenfalls um über 3,5 Grad!

Zusätzlich Treibhausgas-Erhöhende Kippeffektem, Schwund des arktischen Eisschildes, Auftau der Permafrostböden, sie bertagen 1/5 der Festlandfläche, und die riesigen Brandherde in der Arktis, sind dabei nicht eingerechnet. Die Inbetriebnahme der 1400 sich aktuell in Bau befindlichen Kohlekraftwerke sind dabei ebenfalls nicht berücksichtigt.

Nach dieser technischen Analyse der Diagramme bleibt nach neutralen Wissenschaftlern kein Spielraum mehr für neue, zusätzliche Emissionen. Diese führen unweigerlich zu noch höheren globalen Temperaturen! Warum sagt dann der IPCC/Weltklimarat, trotz der bereits 415 ppm CO2 in der Atmosphäre, dass wir bis zur Grenze von 2 Grad noch ca. 1000 Gigatonnen zusätzliches CO2 emittieren dürfen? Dass wir ebenso lange noch uneingeschränkt und billigst um die Welt fliegen dürfen? Ich kann es nicht nachvollziehen…

NASA Thannegg Academy .png

Diagramm: Die globale mittlere Temperatur (rote Linie)  folgt der exponentiell steigenden CO2 Konzentration! Knick nach 1940: Durch den Weltkrieg ausgelöste industrielle Luftverschmutzung verminderte die Sonneneinstrahlung, Temperatur sinkt bis 1950. Saubere Luft, Temperatur steigt ereut.

Diagramm letzte 400.000 Jahre: Rot: Keeling Kurve zwischen ca. 1980 bis 2020. Der CO2 Gehalt in der Atmosphäre steigt seit Beginn der Industrialisierung in erdgeschichtlich noch nie dagewesener Schnelligkeit an.

2019, nach jahrzehntelanger, täglicher Verbrennung von 15 Milliarden Liter Öl, (ca.2 Liter pro Mensch/Tag) + Millionen Tonnen Kohle + Milliarden Kubikmeter Gas haben wir 415 ppm CO2 in der Atmosphäre erreicht. Der Temperaturanstieg wird somit nicht bei 1,5 oder bei 2 Grad halt machen, (IPCC), sondern nach Expertenmeinungen auch bei einem sofortigen, weltweiten Stopp aller Treibhausgas-Emissionen auf mehr als 3,5 Grad (?) weiter ansteigen. Wissenschaftler der Öl-Multis haben diese Tatsache bereits 1980 gewusst und hochgerechnet!

Von Menschen gemacht: Noch einmal zurück zur Aussage von Fachleuten, dass sich nur mehr noch die bezahlten Fossil-Lobbyisten (legitim) und einfältige (dumme) Menschen (auch legitim) mit Diskussionen über die Ursachen der Klima-Erhitzung befassen.
In meinen Vorträgen zitiere ich folgendes geniales Stammtisch-Gespräch:
Frage 1: Was passiert, wenn du in dein Auto, (du sitzt drinnen) bei geschlossenen Autofenstern, bei laufendem Benzin-oder Dieselmotor, mit einem Schlauch die Autoabgase ins Auto-Innere leitest?
Antwort 1: Zuerst sterben im Auto die Insekten, dann du selbst! Ok, verstanden? (Gelächter)

Frage 2: Was passiert, wenn du in die Erdatmosphäre, sie ist ähnlich des Innenraumes eines Autos, ebenfalls ein abgeschlossener, noch dazu ein absolut dichter Raum, ununterbrochen Auto- Schiffs- Flugzeug- und Kraftwerks-Abgase einleitest?
Antwort 2: Zuerst sterben die Insekten, dann du selbst! Ok, verstanden? (Stille)

Das heißt, Abgase haben im Auto und auf der Erde die selbe Wirkung, nur auf der Erde dauert es länger, bis alle tot sind!
Vielleicht hast du schon gehört, dass 2019 bereits drei Viertel unserer Insekten tot sind! (sie sind in den letzten 30 Jahren verstorben) Mhhh, rechnen wir mal nach: In 30 Jahren waren drei Viertel der Insekten tot, das sind 75 %, in weiteren 10 Jahren, (2029) werden es vier Viertel sein, also 100%, huch, dann sind ja alle tot! Dann, wie im Auto, dann sind wir Menschen dran, werden auch alle tot!
Ja, wenn man das so sieht, ok, ich denk noch mal darüber nach. Ich schaue mir das mit der CO2 Keeling Kurve im Internet noch einmal an…

Fakten: Unser Planet Erde befindet sich bereits seit mehr als 30 Jahren in einem beispiellosen Notfall. Seit 1990 ist 75% der Biomasse unserer Insekten „verschwunden“. Auf unserer Erde grassiert die größte Arten-Vernichtung seit dem Aussterben der Saurier! Dazu apokalyptische Wetterereignisse, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. 7 Wirbelstürme gleichzeitig, der Meeresspiegel steigen auf Grund der Eissschmelze ebenfalls exponentiell an. Es sind die Auswirkungen unserer auf fossiler Energie basierenden Lebensweise.

Geschichte: Das politische Establishment kennt seit 1972 die Berechnungen des Club of Rome,  „Grenzen des Wachstums“. Nach dem Eintreffen der ersten in diesen Hochrechnungen angekündigten Krisen initiierte die UN 1997 das Kyoto Klimaschutz-Protokoll. Die Politik reagiert aus bekannten Gründen nur zögerlich, die Vorgaben bringen keine Wende, die CO2 Konzentration in der Atmosphäre steigt weiter an.

UN / IPCC warnen eindringlichst vor einem Welt-Klima-Kollaps! 2015 wird das völkerrechtlich verbindliche Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart. Trotz Mindest-Kompromiss-Auftrag weltweit kaum messbare Fortschritte. Auf Grund bekannter „auf lobbyismus basierender demokratischer Entscheidungsfindungen“ sind der Politik für die notwendigen Gegensteuerungs-Maßnahmen die Hände gebunden, die CO2 Konzentration steigt immer schneller an.

Ausgelöst durch Greta Thunbergs fridaysforfuture Schülerstreiks wird weltweit eine kritische Masse in der Bevölkerung sensibilisiert, sich mit den dramatischen Vorgängen auf der Erde auseinanderzusetzen. Die Medien stellen sich bereits hinter die Schüler. Die Aufklärung ist zögerlich, Berichte über den lesenswerten Artikel „Keeling Kurve“ werden trotzdem vermieden. (2010 letzter Artikel in der SZ).

Die Zivilgesellschaft verliert auf Grund des Klima-Schutz Versagens das Vertrauen in die Politik und beginnt eigenverantwortlich zu handeln.

Fridaysforfuture, NGOs und mittlerweile Parteien-Vertreter nahezu aller Coleur nutzen auch in Europa das aus Australien stammende Werkzeug „Klimanotstand“. Die dadurch eingeleitete friedliche „Rebellion von unten“ wird von den Regierungen die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zur Erreichung der CO2 Reduktions-Ziele (UN-Pariser Abkommen) durchsetzen. In vielen Teilen der Welt geht es bereits um Leben und Tod!

Greta Thunberg nannte die Zukunftsvergessenheit der Erwachsenen (Zitat wikipedia) als Begründung für ihren Schulstreik, bei dem sie die Schulpflicht vernachlässigt:  „Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr Erwachsenen von uns verlangt. Aber wir ahmen euch nach. Und weil ihr Erwachsenen euch nicht für meine Zukunft interessiert, werde ich eure Regeln nicht beachten.“

Dieser Satz ist ebenso die moralische Begründung, warum sich streikende Schüler nicht um „Schulregeln“ kümmern brauchen. Mehr als 28.000 Wissenschaftler stehen auf ihrer Seite!

Lösungsvorschläge finden Sie bei „Mitmachen

Hoffnung „Klimanotstand“ – Climate emergency

Im Begriff „Klimanotstand“ – Climate emergency – liegt die Hoffnung, dass einer kritischen Masse der Zivilgesellschaft die Dramatik der Klima-Erhitzung bewusst wird und diese Klima-schützend und damit die Politik beeinflussend zu Handeln beginnt…


Planet Erde im Klimanotstand – Hintergründe – Vorgangsweise – Beweis Keeling-Kurve  415 ppm CO2

Juni und Juli 2019: Hitze-Rekorde in D!  28.000 Wissenschaftler stellen sich hinter die Forderungen der für mehr Klimaschutz streikenden Schüler. Die Jungen haben recht!

Kritik am Begriff „Notstand“

Wirtschaftsvertreter und Politiker üben schwere Kritik am Begriff „Klimanotstand“:
Was soll das, „Notstand“ hat es doch nur im Krieg gegeben! 

Die Antwort an die Kritiker liefert bereits im Jahr 1985 der Schriftsteller Michael Ende: (Momo)​

Wir befinden uns bereits mitten im 3. Weltkrieg! Es ist nicht ein regionaler Krieg, sondern es ist der kaum beachtete Krieg mit der Zeit! Es ist der erbarmungslose Krieg gegen unsere Kinder und Enkel! Wir verbauen und verseuchen ihnen die besten Ackerflächen, vergiften ihnen das Wasser und verpesten ihnen die Luft. Unsere Politik wird so weitermachen, denn unsere Kinder und Enkel können sich nicht wehren!​

Die Idee des Australiers Whitehead, der Verwendung des Begriffes „Climate Emergency“ wirkt. „Klimanotstand“ löst die selben Effekten im deutschsprachigen Raum aus.
Die Dramatik des Wortes „Klimanotstand“ vermittelt den Menschen, dass es sich bei der Klima-Erhitzung tatsächlich um einen im „Menschenzeitalter“ noch nie dagewesenen globalen Notfall handelt. Kommunale Politiker veranlasst es zu klimafreundlichem Handeln.

Die sensibilisierte Zivilgesellschaft widmet sich auf Grund der Medienpräsenz zunehmend dem Klima-Thema. Nach Hochrechnungen wird 2019 eine kritische Masse in der Zivilgesellschaft den tatsächlichen Ernst der Lage erkennen. Die Folge ist eine zunehmende Verhaltensänderung. Die EU-Wahlergebnisse kündigen dies bereits an.​