Ein CO2-Preis ist notwendig, effizient und gerecht.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der „Scientists for Future“ (S4F) geben Orientierung zu Fragen einer umfassenden CO2-Bepreisung 19. August 2019 Scientists for Future Berlin

Berlin, 19. 08. 2019 | Einen Monat vor der entscheidenden Sitzung des Klimakabinetts der deutschen Bundesregierung haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von „Scientists for Future“ heute Antworten auf jene zehn Fragen veröffentlicht, die ihnen in Gesprächen und Diskussionen zur CO2-Bepreisung in den vergangenen Wochen und Monaten am häufigsten begegnet sind. Von der Frage der Wirksamkeit bis hin zur Frage nach der angemessenen Höhe informiert der Text mit kurzen Antworten und ausführlichen Erläuterungen. Weitere Fragen behandeln die Lenkungswirkungen, mögliche Folgen für die Wirtschaft und für die Verteilungsgerechtigkeit sowie die Einbettung in einen breiteren Instrumentenmix.

Innerhalb der Volkswirtschaftslehre besteht seit Jahrzehnten großer Konsens, dass ein Preis für Treibhausgase ein sinnvolles Mittel ist, diese klimarelevanten Emissionen schnell und kostengünstig zu senken. Im Zuge der „Fridays for Future“-Proteste, verstärkt durch die Europawahl und entsprechende Ankündigungen der Bundesregierung, fand das Thema nun auch breite Aufmerksamkeit in Politik, Medien und Öffentlichkeit.

Inzwischen wurden zahlreiche neue Studien und Empfehlungen vorgestellt. Unterschiedlicher Konzepte und Instrumente ringen um Aufmerksamkeit, ihre Befürworter und Gegner streiten leidenschaftlich – und viele Menschen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben Mühe, dabei den Überblick zu behalten.

Als Scientists for Future wollen wir für Politik und interessierte Öffentlichkeit die aktuellen Fragen zur CO2-Bepreisung verständlich und wissenschaftlich fundiert beantworten. Das ist eine wichtige Aufgabe der Wissenschaft“ sagt Dr. Linus Mattauch, einer der beiden leitenden Autoren. Sein Kollege Prof. Dr. Felix Creutzig ergänzt: „Das gesamte Autorenteam unterstützt die rasche Einführung eines Preises für alle relevanten Treibhausgasemissionen als effizientes, notwendiges und sozial gerechtes Mittel für den Klimaschutz. Aber wir geben keine Empfehlung ab, ob der Preis über eine Steuer oder einen Emissionshandel realisiert wird. Wir zeigen Fakten auf und erläutern die jeweiligen Vor- und Nachteile.“

Die „Scientists for Future“ (S4F) möchten zur Objektivität und Sachlichkeit in der Debatte um Klima und Nachhaltigkeit beitragen. Das Dokument zeigt, was hinter der Idee eines CO2-Preises steckt. Es ist auf der S4F-Website unter folgendem Link abrufbar: https://www.scientists4future.org/2019/08/co2-preis-klimafreundliche-gesellschaft/

Mattauch, Linus / Creutzig, Felix et al.: „Antworten auf zentrale Fragen zur Einführung von CO2-Preisen.Gestaltungsoptionen und ihre Auswirkungen für den schnellen Übergang in die klimafreundliche Gesellschaft“, Berlin, 19. 08. 2019.

Ansprechpartner:

Dr. Linus Mattauch, Institute for New Economic Thinking at the Oxford Martin School and Environmental Change Institute, School of Geography and the Environment, University of Oxford, E-Mail: [email protected]

Prof. Dr. Felix Creutzig, Sustainability Economics of Human Settlements, Technische Universität Berlin & Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, Berlin, E-Mail: [email protected]  | Tel.: +49 (0)30  33 85 537-225

Dr. Nils aus dem Moore, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Büro Berlin, Leiter der Forschungsgruppe „Nachhaltigkeit und Governance“, E-Mail: [email protected] | Tel.: +49 (0)30  20 21 598-15

Gericht verhandelt zum ersten Mal gegen die verfehlte Klimapolitik der deutschen Bundesregierung

11.8.2019 Drei Landwirtsfamilien und Greenpeace reichten gemeinsam Klage ein

Berlin – Die Klimaklage dreier Bauernfamilien und der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen die Bundesregierung von Angela Merkel wird am 31. Oktober vor dem Berliner Verwaltungsgericht verhandelt. Es ist das erste Mal, dass ein Gericht in Deutschland über den mangelnden Klimaschutz der Regierung verhandelt. Die Kläger sehen durch die fortschreitende Erderhitzung und die unzureichenden Reaktionen der von Merkel geführten Bundesregierungen ihre Grundrechte verletzt. Sie drängen darauf, den deutschen CO2-Ausstoß bis 2020 mit entschlossenen Maßnahmen noch wie wiederholt zugesagt um 40 Prozent zu senken. Die Klägerfamilien leben in Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Lisa Göldner, Greenpeace Klimaexpertin meint: „Zum ersten Mal steht die verfehlte Klimapolitik von Angela Merkel vor Gericht. Endlich muss sich die Bundesregierung für ihr ständiges Vertagen von wirksamen Klimaschutzmaßnahmen verantworten. Die sogenannte Klimapolitik der Kanzlerin ist rücksichtslos, denn sie bedroht die Lebensgrundlage von Menschen in Deutschland und weltweit. Die Bundesregierung muss endlich Antworten auf die Klimakrise finden.“

Silke Backsen, Klimaklägerin von der Nordsee-Insel Pellworm, ist überzeugt, den richtigen Weg zu gehen: „Ich freue mich, dass sich die Bundesregierung bald vor Gericht für ihre katastrophale Klimapolitik verantworten muss. Als Inselbewohner erleben wir die Folgen der Klimakrise hautnah. Meldungen über das deutlich schnellere Abschmelzen der Pole zeigen uns, wie bedroht unser bisheriges Leben auf Pellworm ist. Meine vier Kinder sagten zum Verhandlungstermin heute früh: Das wurde auch mal Zeit!“

Dr. Roda Verheyen, Rechtsanwältin, sagt: „Der Termin der mündlichen Verhandlung ist für uns alle ein wichtiger Schritt. Auch das Gericht nimmt offenbar wahr, dass die Zeit drängt. Zum allerersten Mal in Deutschland wird eine Klage gegen die Bundesregierung auf mehr Klimaschutz verhandelt. Wir gehen zuversichtlich in diese nächste Etappe und werden uns intensiv auf die Verhandlung vorbereiten.“

Artikel Online geschalten von: / holler /

Fridaysforfuture: globaler Streik

Am 20.9. 19 findet der dritte globale Klimastreik statt  – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommen und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden.

Diese haben in der ersten direkt betroffenen Generation, der Generation unserer eigenen Kinder und Enkel die ersten Fürsprecher bekommen. Die Schülerstreiks von fridaysforfuture sind der Beginn dieser Aktion.

Es ist eine Tragödie, dass sich Kinder mit Streiks zu Wort melden müssen, um ihre Zukunft zu schützen. Stellen wir uns hinter sie!

Klimanotstand ist die Lobbyismus-Seite für den Einsatz zum Erhalt der Lebensgrundlagen der noch ungeborenen Kinder und Enkel der zukünftigen Generationen.

Klimaschäden durch Flugverkehr

IPCC Bericht: Mit Einbeziehung des RFI-Faktors verursacht der Flugverkehr 6 % bis zu 10 % des menschengemachten Treibhauseffektes!

RFI ist die Abkürzung für „Radiative Forcing Index“ und stellt den Versuch dar, die Klimawirkungen von Flugzeugen vollständig zu erfassen. Die „Erwärmungswirkung“ (englisch: „radiative forcing“) der Luftverkehrsemissionen auf das Weltklima hängt nämlich nicht allein von der Menge des ausgestoßenen Kohlendioxids ab, Flugzeuge verursachen daneben noch andere Treibhausgase, die noch dazu in besonders sensiblen Schichten der Erdatmosphäre ausgebracht werden: Stickoxide zum Beispiel oder auch Rußpartikel und Wasserdampf. 

Um die gesamten Klimaschäden durchs Fliegen abzuschätzen, werden deshalb die CO2-Emissionen mit dem RFI-Faktor multipliziert. Über die exakte Höhe dieses Faktors bestehen noch wissenschaftliche Unsicherheiten. Der Weltklimarat IPCC hat sich schon 1999 in einem Report ausführlich dazu geäußert und nannte einen Faktor von 2,7. Auf der Basis des 2007er IPCC-Berichts haben Prof. Hartmut Grassl (Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg) und Dietrich Brockhagen (atmosfair, Berlin) in einem Aufsatz einen RFI-Faktor von 1,9 bis 4,7 vorgeschlagen. Das Umweltbundesamt schreibt in einem „Leitfaden zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasen“ (S. 13):

„Bedeutsam für den RFI sind unter anderem die Emission von Stickoxiden und die Förderung vermehrter Wolkenbildung durch den Ausstoß von Rußpartikeln und Wasserdampf. Die Wirkung letzterer lässt sich allerdings bisher noch nicht mit der gleichen Sicherheit wie die anderen Effekte des Flugverkehrs bestimmen, weshalb der RFI nach derzeitigem Wissensstand nur als Spanne angegeben werden kann. Nach Schätzung des Umweltbundesamtes liegt er zwischen 3 und 5, das heißt, die Klimawirkung des Flugverkehrs ist mindestens 3-mal und höchstens 5-mal so groß wie die Wirkung des ausgestoßenen Kohlendioxids allein.“

Seriöse Angebote zur Klimakompensation von Flugreisen sollten deshalb stets einen RFI-Faktor berücksichtigen. Die meisten Fluggesellschaften hingegen ignorieren die erhöhte Klimaschädlichkeit. Sie betonen gern, dass auf den Luftverkehr nur rund zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes entfielen, womit sie implizieren, dass in anderen Wirtschaftsbereichen Klimaschutzmaßnahmen notwendiger und sinnvoller seien.

Der durch den Luftverkehr zu verantwortende Klimaschaden aber beträgt bei Berücksichtigung des RFI-Faktors sechs bis zehn Prozent des gesamten, menschengemachten Treibhauseffektes – Verursacher ist dabei ein sehr kleiner Teil der Weltbevölkerung.

IPCC Weltklimarat

Neue Erkenntnisse

Der Weltklimarat fordert eine Kehrtwende bei der Landnutzung und warnt vor Hungerkrisen. Warum die intensive Tierhaltung und die Rodung von Wäldern so gefährlich sind.

Von Günter Marks, tagesschau.de

„Nach der Klimakatastrophe kommt die Hungerkrise“ – der Weltklimarat IPCC warnt eindrücklich vor den Folgen der globalen Erwärmung. In ihrem neuesten Bericht, der nun in Genf vorgestellt wurde, mahnen die Wissenschaftler ein radikales Umsteuern in der Landwirtschaft an. Der Agrarwirtschaft komme eine Schlüsselstellung zu. Landnutzung und Klimawandel seien aufs Engste verknüpft – vor allem bei der Produktion der Treibhausgase CO2, Methan und Lachgas.

Aus dem Bericht geht hervor, dass zwischen 2007 und 2016 die Nutzung von Land für 13 Prozent aller vom Menschen gemachten CO2-Emissionen verantwortlich ist, für 44 Prozent des Methan‐Ausstoßes und für 82 Prozent der Lachgasemissionen. Der Klimaforscher Alexander Popp vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sagt im Gespräch mit tagesschau.de, dass die Landnutzung global gesehen etwa ein Viertel der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen ausmache.

Lebenswerte Gemeinde Kongress

Datum / Zeit: 14.09.19 – Ganztägig

Erleben Sie und werden Sie Teil der Lebenswerten Gemeinde der Zukunft!
WIR bauen auf 5800 m2 die lebenswerte Gemeinde der Zukunft als Modell auf. WIR, das sind Projekte aus 21 österreichischen Gemeinden, ökosoziale Unternehmen und diverse Netzwerke. Darüber steht das Anliegen den ländlichen Lebensraum zu stärken. Die Säulen: Ökosoziale Wirtschaft, Tourismus, Handwerk, Bauernschaft und Kultur. Enkeltaugliche Lösungen für alle Lebensbereiche zu zeigen sowie ein würdevolles Miteinander zu schaffen, sind entscheidend wichtige Themen am Kongress. Alle 2500 Menschen sind nicht nur Teilnehmer, sondern auch Teilgeber, es ist viel Raum für strukturierten Austausch, mit Musik und Inspiration.

KLIMA 2019: pro Klimavolksbegehren

KLIMASCHUTZ DURCH STEUERUMBAU!

In Österreich entsteht gerade eine überparteiliche Bürgerbewegung, die den Klimaschutz vorantreiben und durch ein Klimavolksbegehren erreichen will, dass den vielen Worten nun Taten folgen. Klimaschutz erfordert die Verantwortung der ganzen Gesellschaft. Die Politik muss gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen, die auch unseren Kindern eine lebenswerte und faire Zukunft sichern. Unterstützen wir diese Bewegung durch Mitmachen, durch Spenden:klimavolksbegehren.at
Der Text des Volksbegehrens ist gerade im Entstehen. Er enthält vier zentrale Forderungen:

  • Zukunft ermöglichen: Klimaschutz in die Verfassung!
  • Zukunft sichern: Stopp klimaschädlicher Treibhausgase!
  • Zukunft fördern: Klimaschutz belohnen und niemanden zurücklassen!
  • Zukunft gestalten: Verkehr und Energie nachhaltig machen!

Die Forderungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden auch präzisiert. Zum Punkt „Stopp klimaschädliche Treibhausgase“ heißt es, die Freisetzung dieser Treibhausgase muss bis 2030 mindestens halbiert und bis 2040 muss Österreich klimaneutral werden. Ein neues Klimaschutzgesetz soll wissenschaftlich fundierte CO2 Budgets für Bund, Länder und Gemeinden vorgeben.

Zum Punkt „Klimaschutz belohnen und niemanden zurücklassen“ wird eine ökologische und soziale Abgabenreform verlangt. Im Detail: die Streichung klimaschädlicher Subventionen, eine gerechte Klimasteuer auf Treibhausgase und, um die Bevölkerung zu entlasten, ist allen
ein fairer Klimabonus auszuzahlen.

Die Kernvorschläge zum Punkt vier „Verkehr und Energie nachhaltig gestalten“ betreffen leistbare, regionale erneuerbare Energie für alle sowie ein gut ausgebautes, leistbares öffentliches Nah- und Fernverkehrsnetz. Um den Energiesektor nachhaltig und naturverträglich zu gestalten muss flächendeckend Energie aus erneuerbaren Quellen genutzt werden.

Die Forderungen decken sich mit den Aussagen der Wissenschaft und den Anliegen zahlreicher Organisationen, die in der Klimaschutzbewegung Österreich kooperieren. Die Initiatoren der Bewegung „Klimavolksbegehren“ verdienen breite Unterstützung aus der Bevölkerung durch Mitmachen, durch finanzielle Hilfe. Daher die Bitte von ENERGYPEACE: Unterstützen wir die Vorbereitung des Klimavolksbegehrens!

Weitere Infos sind zu finden unter: klimavolksbegehren.at

2019: Permafrost taut auf!

Mit dem Auftauen des Permafrostes ist ein Kipp-Punkt erreicht worden.

Entscheidung: 2019, ein Schicksalsjahr, wie 1919, 1939, 1989. 

Weiter so wie bisher, mit Vollgas in die Heißzeit, oder aufwachen und voll auf die Bremse! Für weitere Diskussionen ist es zu spät. Über die am Thermometer ablesbare Temperatur-Erhitzung weiter diskutieren wollen nur mehr Lobbyisten. Diese werden bezahlt dafür, es ist ein Milliardenmarkt.

Die Symtome sind unübersehbar: 32 Grad in Alaska! Arktische Wälder brennen! Meereis und Gletscher schmelzen! Permafrost taut auf! Tausende indische Bauern begehen bereits Dürre-Suizid!

Die Politik wird von sich aus so weitermachen! FridaysForFuture und der Ausruf „Klimanotstand“ wecken auf!

Die bereits ausgelöste „friedliche Revolution von unten“ wird eine kritische Masse (ebenfalls ein Kipp-Punkt) der Zivilgesellschaft zum Handeln bewegen: Von der Politik die Einhaltung der UN-Pariser Klimaschutz-Ziele einzufordern!

Der Ruf nach mehr Klimaschutz ist mittlerweile zu einer Partei-übergreifenden Forderung geworden! Die Klimakatastrophe betrifft uns alle, es gibt keinen 2. Planeten!

Süddeutsche Zeitung Keeling Kurve

Süddeutsche Zeitung

Link zur SZ-Website: Keeling Kurve

Der letzte Artikel über die Keeling Kurve wurde am 17. Mai 2010 veröffentlicht.

Warum werden diese Informationen nicht mehr veröffentlicht? Lesen Sie selbst:

SZ, am 17. Mai 2010, 21:11 Uhr     Von Christopher Schrader

Klimawandel: Eine Kurve verändert die Welt

​​

Es ist der wichtigste Datensatz der Umweltforschung im 20. Jahrhundert:

Seit 50 Jahren zeichnen Geräte auf Hawaii den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre auf. Die Messreihe ist das Lebenswerk von Charles Keeling.

Vom tropischen Zauber der Insel Hawaii ist auf dem Gipfel des Mauna Loa wenig zu spüren. In 3400 Metern Höhe stehen an der Nordflanke des Berges einige schmucklose Gebäude. Sie schützen Forscher und Instrumente einer meteorologischen Station vor der Witterung.

Der Mouna Loa auf Hawaii. Die Spitze des Vulkans schirmt das „Mauna Loa Observatory“ ab.

Hier oben kann es im Februar sowohl minus 17 Grad Celsius wie plus 27 Grad haben. Bisweilen pfeift starker Wind über das kahle Plateau, aber meistens säuselt er nur, wenn er von Süden kommt, wo die Spitze des Vulkans die Station abschirmt. Immerhin, der Blick ist phantastisch, weil das „Mauna Loa Observatory“ häufig über den Wolken liegt – und vor allem: Die Luft ist klar.

Das ist auch der Grund, warum hier seit genau fünfzig Jahren Messgeräte verfolgen, wie viel von dem Treibhausgas Kohlendioxid die Atmosphäre enthält. Sie sind im „Keeling Building“ installiert, benannt nach dem Initiator der außergewöhnlichen Messreihe, dem Chemiker Charles David Keeling von der Scripps Institution of Oceanography in La Jolla, einem Vorort von San Diego in Kalifornien.

Neben der Tür ist die Messkurve auf einer Bronzetafel eingraviert. Sie zeigt den unaufhaltsamen Anstieg der CO2-Werte seit Beginn der Messungen 1958, überlagert vom jährlichen Ein- und Ausatmen der Natur: Von Mai bis Oktober sinken die Werte, wenn Bäume und andere Pflanzen auf der Nordhalbkugel Kohlendioxid verbrauchen, weil sie wachsen und neue Blätter bekommen.

Den Rest des Jahres steigen die Werte wieder: Einjährige Pflanzen sterben, Blätter fallen und verrotten und geben das CO2 frei. Und jedes Jahr erreicht die Kurve im Mai einen neuen Höhepunkt, weil die vielen Milliarden Menschen der Erde Kohlendioxid aus ihren Auspuffen und Schornsteinen geblasen haben.

Die drei wichtigsten Experimente

Weil dieser Verlauf den Einfluss von Natur und Menschheit auf die globale Umwelt dokumentiert, ist die Keeling-Kurve ein zentrales Symbol des Klimawandels.

„Die Messreihe belegt, dass die Menschheit ihre planetarische Unschuld verloren hat: Sie verändert die Erde“, sagt Hans Joachim Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. „Es war die richtige Messung zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle.“ Keeling ist daher oft als „Vater der Klimaforschung“ bezeichnet worden.

„Ohne seine Arbeit wäre unser Wissen über den Klimawandel heute um zehn bis 20 Jahre weniger weit fortgeschritten, als es ist“, zitiert die BBC Andrew Manning vom britischen Wetterservice Met Office. Seine amerikanischen Kollegen von der Wetterbehörde Noaa, die das Mauna-Loa-Observatorium betreibt, nennen Keelings Daten den „unbestreitbaren Grundstein der Klimaforschung“.

Forscher rechnen die Messkurve vom Mauna Loa zu den drei wichtigsten Experimenten der Wissenschaftsgeschichte. Als Keeling 2005 starb, zählte sie zum Beispiel sein letzter Chef Charles Kennel auf, der Direktor von Scripps: Tycho Brahe hatte im 16. Jahrhundert die Planetenbewegungen aufgezeichnet und damit den Grundstein für Newtons Gravitationstheorie gelegt.

Albert Michelsons Messung der Lichtgeschwindigkeit Ende des 19. Jahrhunderts diente Einstein als Fundament der Relativitätstheorie. Und Keelings Arbeit seit 1958 führte zum heutigen Wissen über das Klima. „Die Messungen sind der wichtigste Datensatz der Umweltforschung im 20. Jahrhundert“, sagte Kennel.

Von all dem war wenig zu ahnen, als Kollegen von Keeling am Morgen des 27.März 1958 die kontinuierliche Messung des CO2 in der Luft auf dem Mauna Loa starteten.

Keeling selbst hatte von seinem damaligen Chef keine Reisegenehmigung bekommen; er kam im November des Jahres zum ersten Mal nach Hawaii. Er hatte schon in den Jahren vor 1958 wichtige Vorarbeiten geleistet, die Apparatur zusammengestellt, vor allem für das Messprogramm gekämpft und Geld dafür besorgt.

Die Wissenschaft wusste damals wenig über das Treibhausgas. Zwar hatte der Schwede Svante Arrhenius 1895 die Rolle von CO2 in der Atmosphäre theoretisch erklärt, aber verlässliche Messungen gab es nicht. Vor allem wusste niemand, wo das freigesetzte Kohlendioxid blieb, wie viel davon das Meer aufnahm.

Ermittelte Werte schwankten und steckten voller Messfehler, wie Keeling bald zeigen sollte. Er war der Überzeugung, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre weit weniger variabel sei als die Experten seiner Zeit annahmen.

Eine repräsentative Messung an einem geeigneten Ort habe daher große Aussagekraft. Und es sei auch lohnend, den CO2-Gehalt kontinuierlich zu messen, statt mit Stichproben im Abstand von Jahren, wie es sein damaliger Chef eigentlich wollte. Die Kurve zeigte dann bald, und zeigt bis heute, dass etwa 57 Prozent des freigesetzten CO2 in der Luft verbleiben. Doch in den ersten beiden Tagen lieferte das Gerät kaum verlässliche Daten, erst vom 29.März 1958 an konnten die Wissenschaftler die Anzeige auswerten.

Die erste abgelesene Zahl hatte Keeling ziemlich genau vorhergesagt: 313 ppm (parts per million). Unter jeweils einer Million Luftmoleküle befanden sich 313 Moleküle Kohlendioxid, also weniger als ein Drittel Promille. Später machte Keeling einen kleinen systematischen Fehler am Gerät aus, sodass der Durchschnittswert für die letzten Märztage korrigiert wurde und nun als 315,71 ppm in den Annalen steht.

50 Jahre später, im Februar 2008, ist der Wert um 70 Punkte auf 385,76 ppm gestiegen. Aus vielerlei Messungen an Luftbläschen, die in Eis eingeschlossen waren, wissen Klimaforscher zudem inzwischen, dass vor der Industrialisierung viele tausend Jahre lang etwa 280 ppm Kohlendioxid in der Luft schwebten, 35 Punkte unter Keelings erster Messung.

Die Menschheit hat diesen Basiswert also in weniger als 300 Jahren um 37 Prozent gesteigert, weil sie in Industrie und Verkehr Kohle, Öl und Gas verbrennt. Zwei Drittel der Zunahme sind erst in den vergangenen 50 Jahren eingetreten.

Sorgen am Anfang

Die ersten Indizien dafür hatte Keeling schon nach zwei Jahren gesehen. 1960 veröffentlichte er in der skandinavischen Fachzeitschrift Tellus die ersten Daten vom Mauna Loa. Darin beschrieb er die beiden zentralen Eigenschaften der eben erst gestarteten Kurve: Zum einen den Anstieg von Jahr zu Jahr.

„Dafür hätten frühere Wissenschaftler mit ihren Methoden wohl ein halbes Jahrhundert gebraucht“, sagt Steve Ryan von der Wetterbehörde Noaa. Zum anderen die Variation über das Jahr hinweg. Keeling war davon überrascht.

Die April-Werte waren höher als die März-Zahlen, die Mai-Daten lagen noch darüber. Dann gab es Stromausfälle, sodass es für Juni 1958 überhaupt keine Resultate gab. „Als die Messung im Juli weiterging, waren die Ergebnisse unter die März-Werte gefallen“, schrieb Keeling in seiner Autobiographie. „Ich begann mir Sorgen zu machen, dass die
Daten hoffnungslos sprunghaft sein könnten.“

Keeling fürchtete wohl, dass er sich mit seinen Ideen zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte. Doch dann begann sich der Zyklus im zweiten Jahr der Messungen zu wiederholen. Bald konnte der Forscher anhand von Vorstudien auch schlüssig erklären, was passierte – und warum die Schwankungen ihr Maximum im Mai erreichten. Pflanzen waren für den Effekt verantwortlich, wie Detailanalysen am aufgefangenen Kohlendioxid belegten.

Am Morgen des 27.März 1958 startete Charles Keeling die kontinuierliche Messung des CO2 in der Luft auf dem Mauna Loa.

Das stützte den plausiblen Gedanken, dass von diesem Monat an auf der gesamten Nordhalbkugel der CO2-Bedarf schlagartig zunahm, weil die Natur erwachte. Besonders in den ausgedehnten Wäldern von Sibirien und Kanada schlugen die Bäume aus.

Frühere Daten vom Treibhausgas hatten hingegen gezeigt, dass die Werte im Januar ihr Maximum erreichten. Keeling entlarvte das schnell als Fehler. Bodenmessungen erfassten oft CO2 aus Industriebetrieben, das unter einer winterlichen Inversionswetterlage hing.

Nur für acht Monate fehlen die Daten

Wenn sich dabei kältere Luftmassen über wärmere am Boden schieben, verteilt sich das lokal produzierte Kohlendioxid nicht mehr. Dieser Fehler konnte auf dem Mauna Loa, der über die pazifische Inversion hinausragte, nicht passieren. Zudem gab es keine Industrie weit und breit. Und die CO2-Ausdünstungen des Vulkans konnte man bei den Messungen leicht erkennen. Schon die Windrichtung zeigte, welche Daten in den Monatsdurchschnitt einfließen durften.

Nur für acht Monate während der 50 Jahre hat Keelings Apparatur keine Daten geliefert. Er hat sie immer wieder warten lassen und sich gegen eine Modernisierung der Geräte gesträubt.​​

Seit 1974 läuft darum parallel zu seinem Experiment ein Messprogramm der Wetterbehörde Noaa, für das heute Steve Ryan zuständig ist. Er beschreibt in einer Mischung aus Hochachtung und Frustration, wie Keeling seine Instrumente verteidigte.

„Er bestand darauf, den alten, anfälligen und relativ lauten Analysator zu behalten, der noch mit einer Vakuumröhre arbeitete. Er bestand darauf, dass die Daten per Hand von den Papierrollen übertragen wurden, wo Tintenschreiber die Messwerte aufgezeichnet hatten.“​

Doch Ralph Keeling verteidigt seinen Vater; auch er ist Professor am Scripps-Institut und hat die Leitung des CO2-Programms auf dem Mauna Loa übernommen. „Mein Vater hat gewusst, wie wichtig Kontinuität ist, wenn es um die Präzision einer Langzeitmessung geht.“​

Wer Komponenten austausche, müsse vorher mit altem und neuem Gerät aufwendige Doppelmessungen machen, um sicher zu gehen, dass die Daten zusammenpassen. „Außerdem hat er kurz vor seinem Tod noch selbst begonnen, die Apparatur umzurüsten. Es war keine Sturheit.“​

Keeling hatte einfach zu oft für den Fortgang seiner Messungen kämpfen müssen, um leichtfertig den Aufbau zu ändern. Besonders schwierig wurde es 1964, als der US-Kongress die Wetterbehörde zwang, Geld zu sparen.

Schnell wurde die von ihr finanzierte Stelle von Keelings Techniker auf Hawaii gestrichen. Drei Monate lang gab es keine Daten, bis die National Science Foundation Geld auftrieb.​

Später stand Keeling unter dem Druck, die als unwissenschaftlich betrachtete Langzeit-Beobachtung Regierungsstellen zu überlassen – und verteidigte seine Arbeit. Bis heute, sagt Ralph Keeling, muss sich das Scripps-Programm auf dem Markt der Forschungsförderung die Mittel zum Weitermachen besorgen.​

Erbfolge in der Wissenschaft

(Foto: SZ-Grafik, Quelle: Scripps Institution of Oceanography)​

Keeling Junior ist in den Job quasi hineingewachsen. Was sein Vater Wichtiges tat, wurde dem Sohn erst im Lauf der Zeit klar. Als er ungefähr zehn Jahre alt war, erinnert er sich heute, wusste er nur, dass sein Vater „irgendwas mit der Luft maß“.​

Darüber wunderte sich der Junge, der schließlich wusste, dass der Vater an einem ozeanografischen Institut arbeitete. Doch seinen Hang zur Wissenschaft nährten solche Rätsel, sodass er bald ein ähnliches Fach wie der Vater studierte.

Dann wagte er sich sogar an eine komplementäre Messung: die des Sauerstoffs in der Luft. Das verschlug ihn schließlich an das gleiche Institut wie seinen Vater; die Stelle habe er eher trotz als wegen der Verwandtschaft akzeptiert, sagt er. Und weil er nun dort war und etwas Ähnliches machte, übernahm er schließlich das CO2-Programm auf dem Mauna Loa, als sein Vater starb. Diese Erbfolge ist in der Wissenschaft eher selten.

Wie sein Vater wehrt sich Keeling gegen die Vorurteile über das reine Aufzeichnen von Daten aus der Umwelt. Wer nur Daten sammele, aber keine Experimente mache und keine Hypothesen teste, um Phänomene zu erklären, der betreibe keine Wissenschaft, sagen manche Kritiker. Sie wollen das Monitoring lieber Regierungsstellen überlassen.​

„Man kann die Forschung und den Betrieb der Apparatur nicht sauber trennen“, entgegnet Ralph Keeling dagegen jetzt in Science. „Bei den Mauna-Loa-Messungen hat es nie einen Punkt gegeben, von dem an die wissenschaftlichen Resultate abgenommen haben.“​

Keelings Kollege Euan Nisbet von der Universität London hat darum die Langzeit-Messung als das „Aschenputtel der Wissenschaft“ bezeichnet. Sie sei teuer und ungeliebt. „Glitzernde Preise bekommt man dafür nicht. Veröffentlichungen sind schwierig unterzubringen, erscheinen unregelmäßig und bleiben ungelesen“, schrieb er in Nature zum Jubiläum der Keeling-Kurve.​

Deren Namensgeber jedoch hat es wie im Märchen geschafft, große Erfolge zu erringen, viele Preise zu gewinnen und die Welt zu verändern.

An die Politik gewandt

Sehr geehrte Politiker*Innen, es geht auf keinem Fall mehr so weiter, wenn es so weitergeht!

Zitat Erich Kästner

Für die 28.000 Wissenschaftler von scientists4future, für die streikenden Schüler*Innen von fridaysforfuture, für viele NGOs und für die stark steigende Anzahl von Menschen aus der der Zivilgesellschaft ist es nicht mehr nachvollziehbar, warum Politiker*Innen auch noch im Jahr 2019 die Interessen der fossilen Energie- und von multinationalen Konzernen vertreten.

Oder doch nachvollziehbar? Weil die Medien „umschwenken“ und über die Hintergründe in der Politik berichten?

Es steht bereits in Tageszeitungen, dass die westlich geprägte Politik im Hintergrund doch etwas „anders“ funktioniert. Dass wir dem Gefühl nach eine sogenannte Schein-Demokratie haben. Dass vermutlich nicht die Wähler über ihre eigene Zukunft bestimmen, sondern dass diese von Lobbyisten bestimmt wird, (25.000 Lobbyisten in Brüssel) welche „ihre“ Politiker*Innen darüber beraten. Was könnte der Grund sein, warum die Politiker*Innen „so“ handeln? Es gibt Beispiele, dass erfolgreiche Politiker*Innen nach Beendigung ihrer politischen Laufbahn hoch-dotierte Anstellungen in unterschiedlichsten Konzernen gefunden haben. In den Bereichen Energie, Landwirtschaft, Glücksspiel, Automobil etc. Dies ist seit Jahrzehnten ein legitimer Vorgang. Legitim bis zum Jahr 2019!

Jetzt bekommt diese Art der Politik ein großes Problem! Jahrelang wurde der Bevölkerung über gesetzliche Regelungen ein verschwenderisches Lebenssystem aufbereitet, welches über maßlosem Konsum die Umwelt nachhaltig zerstört hat. Positive Gegenbewegungen wurden unterdrückt, die Bevölkerung in Abhängigkeit gebracht und mit „Brot und Spielen“ bei guter Laune gehalten. Alles nur für „Wohlstand und Wachstum“. Ja, vielen geht es heute gut, aber zu welchem irrwitzig hohem Preis!

Jetzt wird von unserer Natur zusammengezählt und die Vergehen in die Katastrophen-Kassa eingetippt! Die Rechnungen werden bereits ganz langsam gedruckt, auf Thermo-Papier. Einige Mitmenschen, Schuldige und Unschuldige, haben die ersten Rechnung erhalten: Tornados, Dürre, sintflutartige Regenfälle, entwurzelte Bäume: Mehrere Menschen haben den Schock nicht überlebt…

Viele von Katastrophen (noch) nicht direkt betroffenen Menschen wollen es immer noch nicht wahrhaben. „Es“ rückt aber spürbar näher, und, die Natur ist in ihrer Vorgangsweise „Handschlag-ehrlich demokratisch“. So demokratisch, dass sie auch die Verursacher treffen wird! Die dem Volk namentlich bekannten Politiker*Innen.

Dank eben dieser Politik hat die Atmosphäre unseres Planeten Erde im Jahr 2019 statt der vorindustriellen 280 ppm CO2, bereits den Jahrmillionen-Höchstwert von 415 ppm CO2. Tendenz exponentiell steigend. Die Natur wehrte sich in unseren gemäßigten Breiten bis vor wenigen Jahren in kaum sichtbarer Weise. Nun, nach Jahrzehnten der Ausbeutung, wird sie auch bei uns gnadenlos zurückschlagen!

Die heute auch für Politiker*Innen spürbare Auswirkung (exponentielle Temperaturerhöhung) folgt der Ursache (exponentielle CO2 Emissionen) mit einigen Jahren Verspätung nach.

Der letzte Aufruf von Wissenschaftlern: Wir haben nur mehr eine kurze Zeit, bitte kehrt um, handelt jetzt! Ohne sofortige Gegenmaßnahmen werden unsere Kinder und Enkel der folgenden Generationen keine Zukunft haben. Aus für fossile Brennstoffe, es ist zu spät für Schönfärbereien. Die politisch Verantwortlichen wissen das ganz genau. Sie wussten es die ganze Zeit, dass sie dieses Thema einmal einholen wird. Sie alle kennen seit 1972 die Berechnungen des Club of Rome,  „Grenzen des Wachstums“. Spätestens zum Zeitpunkt, wo die Zivilgesellschaft durch Klimawandel-bedingte Extremwetterereignisse erwacht und sich zu wehren beginnt.

Dieser Zeitpunkt ist 2019 da! Eingeleitet von Grata Thunbergs fridaysforfuture.

Klimaerhitzung Geschichte:

Nach dem Eintreffen der ersten, in den Hochrechnungen des Club of Rome angekündigten Krisen, initiierte die UN 1997 das Kyoto Klimaschutz-Protokoll. Die Politik reagierte aus bekannten Gründen nur zögerlich, die UN-Vorgaben bringen keine Wende, die CO2 Konzentration in der Atmosphäre steigt weiter an.

Das politische Establishment und die wirtschaftlich Verantwortlichen wissen, dass sich unser Planet Erde bereits seit 30 Jahren in einem beispiellosen Notfall befindet. Sie wissen, dass seit 1990 75% der Biomasse unserer Insekten „verschwunden“ ist.

Nun weiß es auch die Zivilgesellschaft: Auf unserer Erde grassiert die größte Arten-Vernichtung seit dem Aussterben der Saurier! Dazu apokalyptische Wetterereignisse, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. 7 Wirbelstürme gleichzeitig, der Meeresspiegel und die Temperaturen steigen exponentiell an. Jetzt wissen es täglich mehr Menschen, dass dies die Auswirkungen unserer auf fossiler Energie basierenden Lebensweise sind.

Das politische Establishment hat bisher viel zu wenig dagegen unternommen. Es ignorierte und unterdrückte die Berichte über die „Keeling Kurve„. Viele Medien spielten jahrzehntelang mit.

Heute anerkennen hartnäckigste Klimawandel-Leugner die wissenschaftlichen Beweise über den menschengemachten CO2 Anstieg. Daten aus 800.000 Jahre alten Antarktis-Eisbohrkernen liefern seit Jahren einen Zusammenhang mit dem globalen Temperaturanstieg.

UN / IPCC warnen seit den 1980er Jahren eindringlichst vor einem Welt-Klima-Kollaps! Deshalb wurde Kyoto und das völkerrechtlich verbindliche Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart. Trotz Mindest-Kompromiss-Aufrag weiterhin weltweit immer noch kaum messbare Klimaschutz-Fortschritte.

Jetzt ist, ausgelöst durch Greta Thunberg weltweit eine kritische Masse in der Bevölkerung sensibilisiert, sich mit den dramatischen Vorgängen auf der Erde auseinanderzusetzen. Die Menschen, allen voran die Jungen, beginnt zu handeln.

Was passiert 2019?

Greta Thunberg nannte die Zukunftsvergessenheit der Erwachsenen (Zitat wikipedia) als Begründung für ihren Schulstreik, bei dem sie die Schulpflicht vernachlässigt: „Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr Erwachsenen von uns verlangt. Aber wir ahmen euch nach. Und weil ihr Erwachsenen euch nicht für meine Zukunft interessiert, werde ich eure Regeln nicht beachten.“

Dieser Satz ist die moralische Begründung, warum sich streikende Schüler nicht um „Schulregeln“ kümmern brauchen. Mehr als 28.000 Wissenschaftler stehen auf ihrer Seite!

Warum unterstützen die Wissenschaftler die streikenden Schüler*Innen? Glauben sie „plötzlich“, was sie wissen?

Der Klimawandel zur Heißzeit ist unwiderruflich eingeleitet, er kann nur mehr verzögert werden!
Jeder einzelne von uns bestimmt wie es weitergehen wird! Die Politik hat dabei die größte Verantwortung. Der Mensch handelt nach Schwarmintelligenz, er braucht soziale Führer.

Aufruf: Politiker*Innen, handeln wir gemeinsam, setzen wir auf die Zukunft, auf erneuerbare Energien!

Handeln wir „jetzt“, später ist es zu spät!